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Auf dem Weg nach Rom

Anfang der Dreißiger Jahre verließ Philipp Florenz für immer. Ausschlaggebend waren die politischen Wirren nach der erneuten Machtergreifung der Medici.

Hinzu kam die wirtschaftlich angespannte Situation der Familie. Er zog nach San Germano am Fuß des Montecassino zu einem Onkel, der sich als Kaufmann einen bescheidenen Wohlstand erworben hatte. Gewiss hat er auch die große Benediktinerabtei von Montecassino besucht. Aus der Begegnung mit den Mönchen rührt Philipps Liebe zur Liturgie und zu den Wüstenvätern. Ihnen glich Philipp in seiner Liebe zur Einsamkeit, die sich in San Germano zu zeigen begann.

Nach seiner Arbeit beim Onkel besuchte er gerne abgelegene Kirchen und Kapellen dieser Gegend, um zu beten.

In Stille und Gebet fand Philipp zu einer Entscheidung, die seinem Leben Klarheit und Eindeutigkeit gab und sein ganzes Dasein bestimmen sollte: die Ausrichtung auf Christus. Sein Glaube fand zu mystischer Glut und kindlicher Einfachheit. Viele seiner Stoßgebete zeigen diese innige Vertrautheit und kindliche Direktheit: “Mein Jesus, ich möchte dich gerne lieben.“

Nach zwei oder drei Jahren (um 1535) zog Philipp weiter nach Rom, in die ewige Stadt, die ihm für den Rest seines Lebens zur Heimat werden sollte.